Apassiokarta ist eine Hommage an die Karte. Nicht irgendeine sondern DIE Karte. Ein würdiges digitales Asyl für ein Medium, dass immer wieder neu definiert wurde und dessen Ursprünglichkeit dabei in Vergessenheit geriet. Doch nun wendet sich das Blatt! Apassiokarta geht den Dingen auf den Grund, schaut nicht nur auf sondern auch in die Karten. Immer In kleinen Anekdoten. Verblüffend, und unterhaltsam wie ein As im Ärmel.
Es gibt Karten, die nur allein ihrer Farbe wegen gezückt werden. Hierzu zählt die „rote Karte“. Ihre Herkunft ist auf den Mannschaftssport zurückzuführen. Schiedsrichtern hilft die rote Karte die Spielregeln zeitgleich durchzusetzen. Sie ist nicht besonders gern gesehen, signalisiert die rote Karte doch einen Platzverweis, der bei einer groben Unsportlichkeit verhängt wird. Es gibt Legenden, nach denen die rote Karte mit der ebenfalls unbeliebten Arschkarte gleichzusetzen ist. In der Ära des Schwarzweiß-Fernsehens wurde diese Bezeichnung geläufig, damit die Zuschauer an den TV-Geräten erkennen konnten, ob der Schiedsrichter beim Fußball die rote Karte aus der Gesäßtasche zieht oder aber die Gelbe aus der Brusttasche. Noch heute erfreut sich die rote Karte als Redewendung mit konservativ anmutenden Sprachwitz immer noch anhaltender Beliebtheit im deutschen Sprachgebrauch. Halte ich meinem Gegenüber verbal die rote Karte vor, ist dies gleichzusetzen mit: „bis hier hin und nicht weiter“ oder gar „raus hier“ und geht über eine Verwarnung bereits hinaus. Probiert es einfach mal aus und zeigt jemand die sprichwörtlich rote Karte. Ihr werdet sehen, Euer gegenüber weiß wovon Ihr sprecht.