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7. Dezember 2010 2 07 /12 /Dezember /2010 15:16

Karten gibt’s… Einige haben einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungswert. Apassiokarta meint hier Spielkarten. Karten für Karten-Spiele haben eine lange Tradition. In Europa wurden diese erstmals 1367 gezückt und sogleich wieder verboten. Aus religiösen Gründen versteht sich. Doch der Kult um die Karten war stärker als das okkulte Image, dass man den Karten nachrief. Also bedruckte man die Karten kurzerhand mit Heiligen und Ikonen.

Hätten Sie es gewusst? Das Bild der Herz-Königin stellt Judit dar, das biblische Ideal von Frömmigkeit. Diese Ehre verdiente Sie sich, als Sie die assyrische Belagerung durch Kraft des Gebetes und mittels einem kühnen Mord beendete. Sie schlug dem Feldherrn den Kopf ab. Bekannter ist die karikierte Version von Judit als die Herz-Königin, in dem Märchen Alice Wunderland. Ihr Wahl-Spruch: „Kopf Ab!“ Der Kreuz Bube ist übrigens Ritter Lancelot und der Karo Bube, Hektor von Troja. Der Karo König stellt Julius Cesar. dar. Nach hunderten von Jahren können wir uns tatsächlich selbst zu Spielkarten machen. Sogenannte personalisierte Spielkarten. Diese personalisierten Geschenke sind ebenfalls kulturelle Artefakt. Selbstinszenierung als Geschenk - personalisierte Geschenke eben. Damals wie heute.

 

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22. September 2010 3 22 /09 /September /2010 13:24

Es gibt Karten, die nur allein ihrer Farbe wegen gezückt werden. Hierzu zählt die „rote Karte“. Ihre Herkunft ist auf den Mannschaftssport zurückzuführen. Schiedsrichtern hilft die rote Karte die Spielregeln zeitgleich durchzusetzen. Sie ist nicht besonders gern gesehen, signalisiert die rote Karte doch einen Platzverweis, der bei einer groben Unsportlichkeit verhängt wird. Es gibt Legenden, nach denen die rote Karte mit der ebenfalls unbeliebten Arschkarte gleichzusetzen ist. In der Ära des  Schwarzweiß-Fernsehens wurde diese Bezeichnung geläufig, damit die Zuschauer an den TV-Geräten erkennen konnten, ob der Schiedsrichter beim Fußball die rote Karte aus der Gesäßtasche zieht oder aber die Gelbe aus der Brusttasche. Noch heute erfreut sich die rote Karte als Redewendung mit konservativ anmutenden Sprachwitz immer noch anhaltender Beliebtheit im deutschen Sprachgebrauch. Halte ich meinem Gegenüber verbal die rote Karte vor, ist dies gleichzusetzen mit: „bis hier hin und nicht weiter“ oder gar „raus hier“ und geht über eine Verwarnung bereits hinaus. Probiert es einfach mal aus und zeigt jemand die sprichwörtlich rote Karte. Ihr werdet sehen, Euer gegenüber weiß wovon Ihr sprecht.

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